Nina & Panda

„Wo Worte enden, beginnt die Musik.“

Auf dem Collini-Steg weht eine Prideflagge im Wind. Nina steht im Talar daneben, an ihren Ohren leuchten Regenbogenfarben. Panda trägt bunte, lockige Haare und viel Haltung nach außen. Wer Nina und Panda nur kurz sieht, könnte vieles vermuten. Vielleicht den gemeinsamen Einsatz für die queere Community in Mannheim. Vielleicht die Freude an Farbe, Sichtbarkeit und Vielfalt. Vielleicht den Mut, in einer Stadtgesellschaft Haltung zu zeigen. Zwei Menschen, zwei Erscheinungen, zwei Geschichten – und doch gemeinsame Melodien. Denn ihre gemeinsame Verbindung ist der Chorgesang, nicht Poetry Slam, Batik oder Yoga.

Nina und Panda singen zusammen in ein Mikrofon, Panda hält ein Notenblatt.
©Lys-Y-Seng

Nina, evangelische Pfarrerin beim Studio Herrlichkeit der Evangelischen Kirche Mannheim, und Panda, engagiert im QZM – Queeren Zentrum Mannheim, singen beide im Connection Choir. Für Nina gehören Glaube, Menschenwürde und queeres Leben selbstverständlich zusammen. „Wirklich miteinander leben wir in einer Stadt, in der alle frei und sicher sie selbst sein können“, sagt sie. Für Panda beutet das Singen im Chor Zugehörigkeit in Vielfalt: „Hier begegne ich ganz unterschiedlichen Menschen aus völlig verschiedenen Communities. Das inspiriert mich, gibt mir Kraft und Sicherheit.“ Panda engagiert sich sehr im Vorstand des QZM – Queeres Zentrum Mannheim.

Nina mit Mikrofon und Panda mit Notenblatt stehen lachend an einem roten Brückengeländer unter Bäumen.
©Lys-Y-Seng

Wenn Menschen zusammen singen, wird aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang. Eine Stimme trägt die andere. Harmonien entstehen aus verschiedenen Tönen, die verschiedene Menschen singen. Auch die Erfahrung von dissonanten Klängen gehört beim Connection Choir dazu.

Niemand muss perfekt sein. Niemand muss sich erklären. Entscheidend ist, dass wir zuhören, einsetzen, mitgehen – und gemeinsam etwas entstehen lassen, das allein nicht möglich wäre.

Denn Demokratie klingt nicht nach Gleichklang. Sie klingt nach vielen unterschiedlichen Stimmen, die sich gegenseitig Raum geben. Aufeinander hören gehört genauso dazu, wie den Mut zu haben, die eigene Stimme zu erheben. Laut, leise, sicher, vorsichtig, ungeübt oder voller Erfahrung. Nina und Panda machen Mut, hörbar, sichtbar und achtsam im Miteinander zu sein. Damit geben sie den einander.Aktionstagen ein Gesicht: vielfältig, offen und solidarisch.

Der Connection Choir ist ein Pop Up Chor mit Liveband unter dem Motto „1 Abend. 1 Song. Zusammen 1.“ und eine Kooperation von Studio Herrlichkeit und Queerem Zemtrum. Er wird von der Sängerin und Vocalcoach Seyda Sibel gehostet. Alle sind eingeladen, ein Sinn für Vielfalt gehört dazu, die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erbeten. Der nächste Termin: 6. November 2026, 18 Uhr-20:30 Uhr, Konkordienkirche R2, Mannheim

Alle Infos zum Connection Choir auf Instagram @studioherrlichkeit @qzm_mannheim oder auf www.studioherrlichkeit.de

einander.Aktionstage – Mannheim verbindet: 77 Veranstaltungen in Mannheim vom 24.09. bis zum 25.09.2026 rund um die Themen des Miteinanders in Vielfalt.

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