Filmvorführung: „Mein illegales Leben" mit Filmgespräch
Ein Dokumentarfilm über Familiengeschichte, Erinnerung und Überleben — mit anschließendem Gespräch mit Chana Freundlich
07. Oktober 2026 18:00 - 20:30
Beschreibung
Eine jüdische Mutter und ihre Tochter tauchen 1942 in den Berliner Untergrund ab. Sie verstecken sich bei Fremden, leben mit falscher Identitäten. Inmitten einer Gesellschaft von Nachbarn, die lachen, feiern und denunzieren. Der Bahnarbeiter Fritz Kittel rettet schließlich ihr Leben und schweigt darüber bis zu seinem Tod.
Nach dem Krieg bekommt Hella Zacharias eine weitere Tochter: Esther Dischereit. Ihr Überleben hat Esther und ihre Tochter Chana geprägt, weil die Überlebenden anstrengend waren, rücksichtslos, stur. Sie brachten die Menschen um sich herum zur Verzweiflung.
Der Dokumentarfilm „Mein illegales Leben" (Regie: Gerhard Schick) folgt Esther und Chana auf der Suche nach Kittel. Mindestens 15 Helfer*innen und Verstecke brauchte es pro Mensch in der Illegalität. Chana sucht diese Orte auf, trifft Nachbarn, besucht Kittels Familie — und betritt Räume, die schon lange keinen Juden mehr gesehen haben. War Kittel ein Held? Der Film fragt: Wer hilft — und warum? Was braucht es heute, damit Menschen füreinander einstehen?
Im Anschluss sprechen wir mit Chana Freundlich. Chana Freundlich ist die Enkelin von Hella Zacharias. Sie lebt in Mannheim und engagiert sich gegen Rassismus.
Themenfelder
- Begegnung von Religionen / Kulturen / Weltanschauungen
- Demokratiestärkung / politische Bildung
- Menschenfeindlichen Ideologien entgegentreten
Kontakt
- Antidiskriminierungsbüro Mannheim e.V.
- Angelina Weinbender
- weinbender@adb-mannheim.de
- www.adb-mannheim.de
Besondere Merkmale
- Barrierefreier Zugang zum Veranstaltungsort
- Barrierefreie Toilette am Veranstaltungsort
Organisatorische Zusatzinformationen
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich